Vor längerer Zeit habe ich Cumulus Modellbau besucht und einen Explorer 2 in der leichten F5J Ausführung bestellt. Bei der Entscheidung half mir der interessante Forumsbeitrag im RC-Network.
Nach einem knappen 3/4 Jahr war es so weit, ich habe den Explorer F5J zusammen mit meiner Frau in Bayern abgeholt. Es stand ein Rumpf in CFK-Spread Tow oder CFK Normalgewebe zur Auswahl, ich habe mich für die Spread Tow Ausführung entschieden. 3 sauber gearbeitete, sehr leichte Flächenteile, das V-Leitwerk und ein Beutel mit Kleinteilen (Abdeckungen, Servo“Brett“ in CFK, Gabelköpfe, Gestänge etc) rundeten den Bausatz ab.
Zur Feier des Tages waren wir dann noch in meinem bevorzugten Lokal, dem Kloster Andechs und haben den Kauf bei einer Maß Hefeweizen und einen zünftigen Schweinshaxe begossen.
Folgende Teile wurden zum Ausbau besorgt:

- 4 Futaba 3156 (Höhe und Seite vom V-leitwerk) sowie die beiden Querruder.
- 2 Futaba 3150 für die Wölbklappen
- 2 Servorahmen mit Gegenlager für die WK-Servos.
- Das Antriebset „Powerline Micro 1025/F5J“ von Florian Schambeck Luftsporttechnik. In meinen Augen ein ganz feines Antriebsaggregat bei dem die motorseitige Verzahnung direkt auf die Motorwelle geschliffen ist. Es beinhaltet den Motor mit angeflanschtem Planetengetriebe, YGE Regler, Luftschraube, CFK Spinner, Motorspant, Akku und weitere Kleinteile.
- Empfänger Graupner GR 18 mit integriertem Vario
- leichte Servokabel
- graue MPX Steckverbindungen für die Verbindung zw. Aussen- und Innenfläche

Des weiteren habe ich 4 Ballastgewichte hergestellt (gedrehte Messinghülsen, die ich mit Blei ausgegossen habe. Damit kann der Explorer2 um max. 600 Gramm aufballastiert werden.

Im April war es soweit, der Explorer2 war fertig gestellt und konnte mit zum Karawankenblick genommen werden. Ein Blick auf die Waage ergab sensationelle 1620 Gramm Gesamtgewicht bei einer Spannweite von 3,8m.

Am Karawankenblick erfolgte in den ruhigen Abendstunden der Erstflug. Nachdem im Flug die Zumischung "Tiefe zu Butterfly“ optimiert wurde, stand dem ersten Thermikeinsatz nichts mehr im Wege. Bei leichter Thermik zeigt der Explorer2 was in ihm steckt, Er kann sehr langsam gekreist werden und nimmt auch geringe Thermik gut an. Am Karawankenblick sollte man solch einen thermikstarken und sehr leichten Segler nur einsetzen, bevor die dort oft übliche sehr gute Thermik einsetzt, sonst hat man zu kämpfen wieder herunterzukommen.

Bericht: Michael Handrich